
🌌 Einlass: 19h | Beginn: 20h
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Jeder Künstler muss seine Stimme entdecken. Gia Margaret fand sich selbst erst, nachdem sie ihre Stimme verlor. Nach einer Stimmbandverletzung, die sie jahrelang am Singen hinderte, entwickelte sie andere musikalische Sprachen und meisterte die Grammatik einer einfühlsamen, ambienten Musikart, die von Ernest Hood vorangetrieben und von The Books perfektioniert wurde.
Jetzt, wo ihre physische Stimme geheilt und ihre künstlerische Stimme geschärft ist, kehrt sie mit "Singing" zurück – ihrem ersten Vocal-Album seit 2018. Die sanften Klavierlinien in den Tracks fallen wie Atem auf Glas und zeugen von der jahrzehntelangen Detailverliebtheit, die sie in der Stille entwickelt hat.
Das Album wurde teilweise in London mit Guy Sigsworth von Frou Frou aufgenommen, der Margaret half, die Vielzahl an Ideen für das Albumhighlight „Good Friend“ zu vereinen, das gregorianische Gesänge von ILĀ und Plattenspieler-Kratzer beinhaltet. Auch David Bazan und Amy Millan sind mit von der Partie, ebenso wie Kurt Vile, Sean Carey und Margarets langjähriger Kollege Doug Saltzman, der viel des Albums spielt und mitproduziert. Deb Talan, früher von The Weepies, fügt ihrer Stimme, Klavier und Gitarre in der abschließenden – und endgültigen – Aussage „E-Motion“ hinzu.
Gia Margaret singt stets. Jede Note dieses Albums ist ein warmes Requiem an ihre vergangenen Selbst; jede Schicht singt ihr zukünftiges Ich ins Dasein. Über das Album hinweg wendet sie die Lektionen der Sprachlosigkeit an – die quasirationalen Wege, wie wir ohne Worte kommunizieren, die Art, wie formloser Klang bis ins Herz trifft wie ein Skalpell.
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